Zielgruppendefinition

Februar 13th, 2008 von R.K.S

Bevor wir uns an die Akquise von potentiellen Sponsoren begeben, sollten wir zuerst unsere Hausaufgaben erledigen. Das bedeutet unter anderem: Zielgruppendefinition.

Welche Zielgruppe können wir einem möglichen Sponsoren bieten? Stellt Euch vor, Ihr organisiert eine Veranstaltung. Wer sind da Eure typischen Besucher? Wie alt werden die typischen Besucher sein? Welche Interessen haben die Besucher?

Hm. Sind das wirklich DIE Fragen, die uns in der Sponsorensuche weiterbringen? Unter anderem bestimmt ja, aber wäre es nicht mal interessant, die Frage von hinten anzugehen?

Vergessen wir mal für drei Minuten die allgemein übliche Zielgruppendefinition und nehmen eine andere Sichtweise ein. Analysiert Euer Projekt, definiert die Probleme Eurer Zielgruppe und baut dann darauf Eure Sponsorensuche auf.

Stellt Euch vor, Ihr organisiert ein Open Air. Brainstorming:

Woran denkt Ihr, wenn Ihr an “Open Air” denken? Was fällt Euch dazu ein? z.B. Sommer, Sonne, Hitze, Sonnenbrand, Regenschauern, Schlamm, Alkohol, Schwitzen, kein Schatten, laute Musik, Chaos, viele Menschen, ausgelassene Stimmung, Party, Zelten, Schlafsäcke, zertrampeltes Grass, Müll, nackte Haut, lange Haare, feiernde Menschen, Gitarren… (bitte selber weiter-denken…)

Und jetzt stellet Euch die Frage, welche Probleme haben die Besucher des Open Air?

Kopfschmerzen, Sonnenbrand, unkontrollierter Sex, nasse Klamotten, Ohrensausen, lange Warteschlangen…

Macht es als Sponsorensucher also Sinn, die örtliche Brauerei mit einer weiteren Sponsoring-Anfrage zu nerven oder sollten andere Wege eingeschlagen werden? Woran denkt ein Festival-Besucher nach dem Festival? “Wow, Bier XY hat gut geschmeckt!” Oder eher: “Bäh, nie wieder Alkohol!” Oder denkt er: “Ich muss mir ein Auto der Marke XY kaufen”? Welche Art von Sponsoring könnte hier in Frage kommen?

Welchen Vorteil hätte das Pubklikum des Open-Air, wenn es direkt am Eingang zusätzlich zum Eintritts-Armband eine Probetube Sonnencreme, 2 Kondome und nen Kopfschmerzmittel (oder ne per Knopfdruck sich selbst öffnende Fischdose) erhalten würde? Wäre das eine Problemlösung für das Publikum? Könnte man so etwas einem potentiellen Sponsor “verkaufen”? Könnt Ihr Euch vorstellen, dass das Publikum die gesponserten Artikel bei erfolgreichem Nutzen auch nach dem Open Air weiterhin nutzen wird?

Seid Kreativ!

Apropos Kreativität! Wer hat eine Antwort darauf, wie das Tabakwerbeverbot umgangen werden könnte?

Fragen über Fragen, aber ich muss jetzt weg…

Was ist Eure Meinung?

Womit hattet Ihr Erfolge?

Karsten Schäfer

Geschrieben in Eventsponsoring, Festivalsponsoring, Musiksponsoring, Sponsoring KnowHow | 2 Kommentare »

2 Kommentare

  1. DJ Sagt:

    hey,

    danke für den genialen tipp! wird uns sicher weiterhelfen für unsere eigenen veranstaltungen!

    ich setz euch mal nen link von uns!

    DJ

  2. YK Sagt:

    Da das herkömmliche “um die Ecke denken” einfach nicht mehr ausreicht, habe ich Dank deiner Denkanstöße noch mal drei Umgehungen um den Hypothalamus genommen und komme langsam wieder auf Kurs! Danke für den Einsatz. Ich denke weiter nach und sage schon mal: Du wirst von uns hören ;-)

    Ohriginelle Grüße
    YK

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