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Bandsponsoring durch Konzertfotografen

März 15th, 2008 von R.K.S

Ab und an werde ich von erfolgshungrigen und auftrittswütigen Newcomerbands gefragt, welche Möglichkeiten bestehen, um ihre Bekanntheit zu steigern.

Zur Steigerung der Bekanntheit ist Sponsoring nicht wirklich eine Lösung. Sponsoring ermöglicht es Euch als Band, Kostenbeteiligungen für z.B. Projekte, Aufnahmen oder Merchandise zu generieren. Eure Bekanntheit wird dadurch aber noch lange nicht gesteigert. Oder doch?

Vor kurzem ist mir während einer schlaflosen Nacht mit der RAMMSTEIN DVD ”Völkerball” eine Möglichkeit ins Auge gestochen, die auch für aufstrebende lokale Bands interessant sein könnte.

Wie wäre es, den Spieß einfach mal um zudrehen? Stellt Euch vor: Ihr als Band sponsert einen Konzertfotografen! Und alle Beteiligten gewinnen dabei!

Habt ihr eigentlich professionelle Bandfotos? Coole Pooserfotos? Lässige Fotos aus dem Proberaum? Nachdenklich stimmende Fotos aus dem Backstage, kurz vorm Auftritt? Schweinegeile Fotos von Livegigs?

Nein? Dann schaut Euch doch einfach mal in Eurer Region um, ob ihr einen musikbegeisterten professionellen Konzertfotografen in Eurer Nähe findet, der ebenfalls wie Ihr die Bekanntheit seiner Tätigkeit als Konzertfotograf steigern will und sich bereit erklärt, Euch während eines Projektes zu begleiten.

Versucht also, einen Fotograf zu begeistern, Euch im Proberaum zu besuchen. Ladet ihn zu Studioaufnahmen ein. Nehmt ihn mit auf Eure Konzerte. Und zwar von Beginn an! Lasst ihn in Eurem Auto oder Bus mitfahren, beim Soundcheck zuhören, gebt ihm Bier und Catering. Gebt ihm “Access all Areas” in allen Locations und bei allen Gigs. Und natürlich nen Band-Shirt von Euch!

Und beachtet ihn während seiner Anwesenheit nicht. Tut, als wäre er nicht da. Nun ja, das geht jetzt aber doch zu weit. Was ich damit sagen wollte: Verhaltet Euch völlig normal. Lasst Euch in für Euch völlig normalen Situationen ablichten, ohne übertrieben zu poosen.

Wenn ihr Glück habt, der Fotograf sein Handwerk versteht und anfängt, Euch als BAND zu sehen, kommen dabei einmalige und großartige Fotos heraus! Fotos aus dem normalen “Alltag” Eurer Band. Ok, der Bandalltag einer Newcomerband sieht garantiert anders aus als der Alltag der musikalischen Helden, die als Poster im Proberaum hängen. Trotzdem wird der Fotograf sicher einmalige Einblicke Eures Banddaseins festhalten.

Und was macht Ihr mit dem Fotos? Hm. Veröffentlichen! Und wo?

Z.B. als Ausstellung des Fotografen in einer Szene-Location. Bestenfalls in der Location, in der Ihr “Heimrecht” habt! In der Location, in die Ihr die meisten Fans zieht! In der Location, in der ihr Euch schon zu Ruhm und Ehre gespielt habt! Und natürlich überall dort, wo der Fotograf möchte! Schließlich sind es seine Aufnahmen und auch er will damit sein Können unter Beweis stellen und seine Kunst veröffentlichen!

Oder im Booklet Eurer nächsten CD. Oder als Pressematerial. Oder als Fotomaterial, um weitere Sponsoren zu gewinnen. Oder …

Ups, ich hab Feierabend! Ab jetzt bitte selber weiter denken! Vergesst bitte nicht, mich über Eure Erfolge in der Zusammenarbeit mit einem Konzertfotografen zu informieren…

Karsten Schäfer

Hier findet Ihr z.B. meine Konzertfotos von WATAIN, Konzertfotos von NAPALM DEATH, Konzertfotos vom BURG HERZBERG FESTIVAL 2010, Konzertfotos von SHADOWSIDE mit DANI NOLDEN, Konzertfotos von ACCEPT, Konzertfotos von TITO & TARANTULA, und viele viele mehr…

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Bisher intransparente Spendenaktion des metal-cent

März 12th, 2008 von R.K.S

Vor ein paar Tagen wurde der sponsoring-blog auf eine Fundraising-Aktion aufmerksam, die von dem Initiator Peter Schneider innerhalb der Heavy-Metal-Musik-Szene platziert wurde. Nach einiger Recherche erscheint uns die Aktion des metal-cent allerdings ein wenig dubios intransparent. Aber lest selbst:

Im Dezember 2007 begann eine Spendenaktion von Fans und Bands der härteren Klänge unter dem Dach des www . metal-cent . com zur Unterstützung von diversen Hilfsorganisationen. Innerhalb von vier Wochen sollen laut Pressemitteilung über 2.023 Bands ihre Unterstützung zur Aktion zugesagt haben.

Die teilnehmenden Bands und Veranstalter stellen laut dem Initiator Peter Schneider bei ihren Konzerten Spendendosen aus und rufen das Publikum zum Füllen der Dosen auf.

Ab der Festivalsaison 2008 sollen Streetteams auf verschiedenen Festivals vor Ort sein und ebenfalls für die Aktion sammeln. So sollen auf namhaften Festivals wie das Rockarea Festival oder das Rock Hard Festival die Fans der harten Klänge ihr sauer verdientes Geld in Zukunft nicht mehr nur für teures Bier, bunte Shirts und weitere CDs für die private Sammlung raushauen, sondern können mit Spenden verschiedene Kinderhilfswerke unterstützen.

Auch der größte deutsche Merchandise-Mailorder EMP unterstützt (laut Homepage des metal-cent) die Aktion des Metal-Cent und hat vor kurzem 50 Shirts von populären Rockbands zur Versteigerung auf Ebay bereitgestellt.

Gefördert werden sollen laut Pressemitteilung unter anderem die Stiftung Musik Hilft, welche 1992 in Deutschland von namhaften Künstlern und Persönlichkeiten der Musikbranche, wie Klaus Meine und Rudolf Schenker von den Scorpions, Konzertveranstalter Ossy Hoppe und Peter Maffay gegründet wurde.

Allerdings wird die Stiftung Musik Hilft nach einem Blick auf die Homepage des metal-cent aktuell nach nur drei Monaten schon nicht mehr unter “geförderte Projekte” aufgeführt. Der sponsoring-blog hat in einem Gespräch mit der Stiftung erfahren, daß der “metal-cent” die Stiftung auch nicht über die Löschung von der Homepage (oder den Ausschluß aus den geförderten Projekten ???) informiert hat.

Auch Hilfsorganisationen, wie die Kinder-Hospiz Sternenbrücke, das Deutsches Kinderzentrum oder der Straßenkinder e.V. Berlin sollen angeblich mit den Spenden und Einnahmen unterstützt werden.

Schon nach kurzer Zeit hat sich eine Hilfsorganisation, das Deutsche Kinderzentrum von der Aktion abgewandt und wirft dem metal-cent nun mangelnde Transparenz vor. Laut Homepage des metal-cent will der metal-cent nun als Verein eingetragen werden und dann das DZI Spenden-Siegel beantragen. Außerdem sollen Spendeneinnahmen und deren Verteilung regelmäßig auf der Homepage offengelegt werden.

Aktionen zur Unterstützung von Hilfsbedürftigen finden wir auf jeden Fall löblich. Aber auch wir wünschen uns in dem Zusammenhang SEHR VIEL mehr Transparenz, als vom metal-cent aktuell gegeben ist! Außerdem ist es fraglich, ob der metal-cent jemals die Seriosität erlangen kann, die eine solche Organisation benötigt!

Wir werden die Aktion und Entwicklung also auf jeden Fall kritisch von außen beobachten und weiterhin berichten.

Und da wir die Preise vom EMP-Merchandise kennen, interessiert uns natürlich auch, wieviel die Ebay-Aktion zur Versteigerung der Shirts gebracht hat. Und ob auch wirklich ALLE Shirts versteigert wurden… Aber das lässt sich ja über den Ebay-Account des metal-cent nachvollziehen.

Denjenigen, die sich durch eine Spende sozial engagieren wollen, empehlen wir, sich den Umweg über den metal-cent zu sparen und sich direkt an die Stiftung Musik Hilft zu wenden.

Karsten Schäfer

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Sponsoringeinnahmen von Kulturinstitutionen steigen deutlich an

März 9th, 2008 von R.K.S

Die Berliner Sponsoringagentur Causales veröffentlichte am 1. März 2008 bereits zum zweiten Mal eine Studie zum Kultursponsoring in Deutschland. Causales hat führende Kultureinrichtungen aus dem gesamten Bundesgebiet befragt. In der Studie werden Formen der Zusammenarbeit von Kultur und Wirtschaft aus Sicht der Kulturinstitutionen aufgezeigt und die Kommunikation zwischen den Partnern analysiert.

Der Vergleich mit einer bereits im Jahr 2005 erstellten Studie der Agentur Causales ergibt, dass sich bei den befragten Kulturinstitutionen die Sponsoringeinnahmen seit 2005 um mehr als 100 Prozent auf 6,7 Prozent der Gesamteinnahmen gesteigert haben.

Von den teilnehmenden Einrichtungen haben über 85 Prozent bereits Erfahrung mit Sponsoringpartnerschaften gemacht und bewerten die Zusammenarbeit fast ausschließlich als positiv, womit sich die Trends der vorhergehenden Studie aus dem Jahr 2005 bestätigten. Zudem investieren die Kulturbetriebe 40 Prozent der Sponsoringleistungen in die eigene Werbung – zu 2005 eine Steigerung um 10 Prozent – und verstärken dadurch den Ausbau von Bekanntheit ihrer Dachmarke. In mehr als 40 Prozent der Einrichtungen werden Sponsoringpartnerschaften inzwischen in einer gesonderten Marketingabteilung betreut; fast 4 Prozent verfügen sogar über eine spezielle Sponsoringabteilung.

Dieser professionelle Umgang mit Sponsoring zeigt Wirkung auf Seiten der Wirtschaftsunternehmen: Sie fördern mit einem Viertel der investierten Gelder die Kulturinstitution an sich, während zwei Jahre zuvor noch mehr als 80 Prozent in einzelne Projekte oder Veranstaltungen investiert wurden. Knapp zwei Drittel der Sponsoren, die zu mehr als 50 Prozent Großunternehmen sind, engagieren sich kontinuierlich für mindestens zwei Jahre.  

93 Prozent der befragten Kulturinstitutionen gaben an, dass die Bedeutung des Kultursponsorings weiter zunehmen wird. Drei Viertel der Kulturinstitutionen sind sehr stark an einer Sponsoringpartnerschaft interessiert. Dafür wird die zukünftige Zusammenarbeit mit einer externen Agentur hinsichtlich der Akquise von Partnern aus der Wirtschaft notwendig sein, wie 60 Prozent der Befragten bestätigten.

Mehr Infos gibt es unter www.kulturmarken.de

Vielen Dank an Eva Neumann und Hans-Conrad Walter für die interessante Studie!

Karsten Schäfer

Links zu weitere interessante Studien findet Ihr im Sponsoring KnowHow.

Geschrieben in Branchennachrichten | 1 Kommentar »

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