Sponsoring zur Kundengewinnung?

April 28th, 2008 von R.K.S

Bei der Definition von Sponsoring solltet Ihr bedenken, dass Sponsoring zwar einen Bereich des riesigen Feldes des Marketing abdeckt, aber nicht mit der allgemeinen klassischen Werbung verglichen werden kann. Erst Recht nicht mit dem Bereich des Online-Marketing, in dem es zwar „Sponsored Ads“ gibt, was allerdings eine andere Bedeutung als das klassische Sponsoring hat.

Sponsoren müssen durch ihr Sponsoring-Engagement nicht immer nur Neukunden gewinnen wollen, sondern können mit ihrem Engagement auch andere Ziele verfolgen!

Sponsoren könnten zum Beispiel neue Produkte bewerben wollen. Oder sie bauen gerade eine neue Produktsparte in ihr Unternehmen ein. Sponsoren könnten aber auch ihr Image verbessern oder verändern wollen. Sponsoren wollen manchmal aber auch einfach nur ihre Bekanntheit steigern.

Stellt Euch vor, Ihr habt zwei Musikwarenfachhändler im Ort und es eröffnet ein Dritter. Haben alle drei Läden die selben Ziele im Bereich Sponsoring?

Vielleicht will der auf Klaviere und Tasteninstrumente ausgerichtete Musikwarenfachhändler A sein Sortiment erweitern und hat seit zwölf Monaten neben Klavieren und Geigen jetzt auch hochwertige Akustikgitarren im Geschäft. Dass es dort gute Akustikgitarren zum Probespielen gibt, hat sich allerdings noch nicht rumgesprochen.

Deshalb kauft dummerweise auch niemand eine Gitarre bei ihm, weil wegen Gitarren jeder zum Musikwarenfachhändler B geht.

B hat eine andere Zielgruppe und jeder kennt ihn, weil er auf den örtlichen Veranstaltungen, verschiedenen Gigs und den zwei jährlichen Festivals vom Juze die Technik stellt. Musikwarenfachhändler B hat das komplette Sortiment an Saiten, Plektren und Verschleißteilen. Außerdem Boxen, Verstärker, ein Sortiment an Licht- und Tontechnik und zwei Dutzend Gitarren und Bässe an der Wand hängen. Bei B im Laden könnt ihr auch mal das Volumen hoch drehen. B hat zwar ne Gibson Flying V, aber keine Auswahl an Akustikgitarren.

Jetzt kommt Musikwarenfachhändler C mit wieder neuer Marktausrichtung und anderen Zielkunden auf die Bühne.

Haben Musikwarenfachhändler A, B und C in dieser Situation die gleichen Interessen? Mal abgesehen davon, dass sie alle verkaufen müssen? Im Grunde genommen haben alle Drei den Bedarf, Marketing und Marktausrichtung durch Sponsoring zu betreiben. Aber kennen die Drei ihren Bedarf und die Chancen und Möglichkeiten aus einem möglichem Sponsoring-Engagement?

Wenn Ihr also das Nächste mal auf die Suche nach Sponsoren aus Eurer Region geht, schaut Euch vorab das Sortiment, Zielkunden und Marktausrichtung der Unternehmen und Händler an und bedenkt: Vielleicht wollen potentielle Sponsoren nicht einfach nur mehr verkaufen…

Die Frage zur Kundengewinnung durch Sponsoring von Bands kam übrigens aus einem Kommentar des Artikel Konzeption zur Sponsorensuche.

Da solltet Ihr übrigens auch mal reinlesen.

Interessante Links zu externen Seiten mit Studien, Portalen und Agenturen findet Ihr übrigens unter Sponsoring KnowHow.

Karsten Schäfer

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Festivalsponsoring – Kultursponsoring-Gipfel 2008 der Europäischen Sponsoring-Börse

April 18th, 2008 von R.K.S

Anlässlich der ART COLOGNE in Köln hat gestern der erste Tag des Kultursponsoring-Gipfel 2008 der Europäische Sponsoring-Börse AG in Kooperation mit der Agentur kunstkommunikation stattgefunden und der Besuch hat sich absolut gelohnt.

Anwesend waren rund 200 internationale Gäste aus den Bereichen Festivalsponsoring, Kultursponsoring, Eventsponsoring, TV, Internet und Printmedien sowie die erfolgreichsten deutschen Sponsoring-Agenturen.

Der Vorteil eines übersichtlichen Kongresses liegt einfach darin, dass zwischendurch Möglichkeiten zum persönlichen Gespräch und Erfahrungsaustausch bestehen.

So waren immer wieder kurze Gespräche mit den Chefs, kreativen Köpfen und Machern von Causales (Vermarkter u.a. der PopKomm), The Sponsor People (Vermarkter von u.a. Rock am Ring, Wacken, Hurricane), der ESB AG und natürlich auch anderen Gästen möglich.

Nach der Begrüßung durch die Gastgeber ART COLOGNE, Europäische Sponsoring-Börse AG und kunstkommunikation wurde sofort mit zwei spannenden Vorträgen von Ilona Schmiel, Intendantin und Geschäftsführerin des Beethovenfestes Bonn und Suzanna Harf, Sponsoring-Beauftragte der Salzburger Festspiele begonnen. Wer also wissen möchte, welchen Aufwand und Spaß die Akquisition von Sponsoringsummen in Höhe von 15 Mio € bedeutet, sollte mal die beiden Damen fragen… Im Vortrag war zu erkennen, dass die Konzeption zur Sponsorensuche in der Regel immer gleich ausfällt, egal um welche Summen es sich dreht.

Mein persönliches Highlight lag allerdings im Parallelforum Festivals und Rock / Pop locken

Nach den spannenden und inhaltsreichen Vorträgen von Lars-Oliver Vogt von The Sponsor People, Iris Lohrer von Sport + Markt AG und Oliver Bresch von INTRO kamen Sven Ochman von T-Mobile Deutschland, Fabian Gerhartz von Lautstark und Thomas Kahl von akzio! zur Podiumsdiskussion hinzu.

Die geballte Fachkompetenz ließ sich nicht bitten und legte sofort mit einer hochspannenden Diskussion zum Sponsoring von Festivals, Club-Gigs und von Marken selbst ins Leben gerufenen Events los. Interessant waren die unterschiedlichen Sichtweisen aus den Blickwinkeln von Sponsoren, Sponsorenvermittlern, Marken und Medien. Was zu Beginn mit schnellen Schritten angefangen hat, entwickelte sich zu einer noch schnelleren und/aber absolut konstruktiven Diskussion. Schade war allerdings, dass wir NUR 45 Minuten überzogen haben…

Absolut wissenswert war auch, wo die Größen der Vermarkter der Konzertbranche und Musikindustrie die Zukunft des Sponsoring von Festivals, Events und Musik sehen. Aber darüber zu schreiben, würde 1. den Rahmen des sponsoring-blog sprengen und 2. muss ich ja nicht alles hier veröffentlichen. Alles in Allem kann ich sagen, der Besuch hat sich klar gelohnt, es sind gute Kontakte für die Zukunft entstanden und ich konnte einige neue Ideen mitnehmen.

Ein Video zum Kultursponsoring-Gipfel 2008 findet Ihr übrigens auf kunstkommunikation.de

Karsten Schäfer

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Open Air – Festivalsponsoring durch Rüttelplatten-Battle

April 10th, 2008 von R.K.S

Zurück zur Frage, welche Möglichkeiten zum Festival Sponsoring für Euch als regionales Open Air oder Newcomer-Festival in Frage kommen könnten.

Bei der Suche nach Sponsoren sollte ähnlich vorgegangen werden, wie z.B. beim Verfassen eines Businessplans. Stellt Euch einfach ein paar grundlegende Fragen bezüglich Zielgruppen, Zielkunden, Problemlösungen… und schaut, WAS Ihr WEM bieten könnt, WEN WAS interessiert und wie Ihr das alles verknüpfen könnt.

Wer ist Euer Publikum, welche Interessen hat Euer Publikum, wie alt ist Euer Publikum, welche Bedürfnisse hat Euer Publikum, wo kommt Euer Publikum her? Wer könnte zu Eurem Publikum passen? Welches Image hat Euer Festival? Welche Bands aus welchen Musikgenres treten auf?

Aber was hat das eigentlich mit nem ”Rüttelplatten-Battle” zu tun?

Da komm ich später drauf.

Zuerst stellt Euch die Frage, womit könnt Ihr Aufmerksamkeit für mögliche Sponsoren und für das Festival selber erreichen? Aufmerksamkeit, die sowohl für Sponsoren des Open Air als auch für Euch als Veranstalter des Festival auf jeden Fall für ein positives Image sorgen muss!

Als Festivalveranstalter könntet Ihr z.B. einen Rüttelplatten-Battle planen. (Auf den Rüttelplatten-Battle leg ich jetzt mal nen Copyright des sponsoring-blog mit freier Verfügung für Gott und die Welt drauf und bitte bei erfolgreicher Umsetzung um eine Rückmeldung als Kommentar genau HIER)

Der Rüttelplatten-Battle muss auf jeden Fall Open-Air stattfinden, läuft also nur auf Festivals. Jeder der auftretenden Bands spielt einen ausgewählten Song während des Gigs gegen eine Rüttelplatte vor der Bühne an. Das Publikum entscheidet dann durch Lautstärke, ob die jeweilige Band den Battle gegen die Rüttelplatte gewonnen hat.

Band oder Rüttelplatte. Es kann nur einen geben!

Ich denke, dafür lässt sich sicher ein -musikbegeisterter- Rüttelplattenbesitzer als Festival Sponsor gewinnen. Schaut einfach mal in Eurem Ort rum, wen Ihr dort so als Bauunternehmer oder dort angestellten Mitarbeiter kennt. Oder wen Ihr kennt, der einen kennt, um mal das Xing-Prinzip kurz auf den Punkt zu bringen.

Ganz wichtig beim Rüttelplatten-Battle ist allerdings auch, dass der Battle schon vorher medienwirksam promoted wird. Sucht Euch also ebenfalls nen coolen Journalisten bei der örtlichen Zeitung, den ihr vorab per Interview informiert. Der Battle gehört auf jeden Fall als Vorankündigung in die Presse! Euer Journalist bekommt natürlich nen Presse-Pass für das Festival, Catering, Bier, alle halbe Stunde mal nen Smalltalk mit dem Veranstalter und nach den Gigs nen Kurzinterview mit den Bands zum Rüttelplatten-Battle.

Und vielleicht habt Ihr ja noch nen Groupie übrig. Dafür bekommt Ihr garantiert auch wieder nen Bericht über die jeweiligen Sieger des Rüttelplatten-Battle. Und der Rüttelplattenbesitzer freut sich sicher auch, auch wenn er gegen gute Newcomer-Bands gar nicht gewinnen kann! Aber vergesst dazu auf keinen Fall Euren Fotografen einzuladen.

Das Festival Sponsoring könnte funktionieren. Vielleicht sollte man den Rüttelplatten-Battle gleich bundesweit auf Newcomer-Festivals aufziehen! Aber dazu bedarf es mehr, als nur EINEN Rüttelplattenbesitzer. Dafür solltet Ihr Euch auf jeden Fall weitere Sponsoren wie Jack Daniel und ne bundesweite Abrissfirma ins Boot bzw. auf die Bühne holen…

Dabei fällt mir gerade die Aktion mit der Abrissbirne ein… Aber das ist eine andere Sponsoring-Idee…

Viel Erfolg,

Karsten Schäfer

 

Wenn Euch der sponsoring-blog bisher die ein oder andere Anregung gegracht hat, könnt Ihr gerne zum Kreis der dritten Gruppe der Sponsoren des sponsoring-blog.de gehören!

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Mit Guerilla-Marketing zum Bandsponsoring?

April 3rd, 2008 von R.K.S

Ab und an werde ich offline nach einer Definition zum Guerilla-Marketing gefragt. Bzw. eigentlich eher nach allgemeinen Erklärung zum Guerilla selber. Und das meist von Personen, die selber keine Beziehung zum Marketing im Allgemeinen haben.

Früher musste ich immer ewig lange Geschichten erzählen und konnte es nicht auf den Punkt bringen. Die Diskussionen drehten sich oft um „Marketing für KMU“, „Straßenmarketing“, „low Budget-Marketing“, „Überraschungs-Marketing“ oder „unkonventionelle Ideen“…

Irgendwann hab ich aber eine perfekte Definition mit guten Gedankengängen im Blog der werbeblogger gefunden.

Der werbeblogger Patrick Breitenbach hatte Guerilla-Marketing wie folgt definiert:

Guerilla-Marketing ist die Kunst, den von Werbung übersättigten Konsumenten, größtmögliche Aufmerksamkeit zu entlocken. Dazu ist es notwendig dass sich der Guerilla-Marketer möglichst außerhalb der klassischen Werbekanäle bewegt.”

Und die darauf folgenden 19 Kommentare wurde die Definition nochmals fundiert besprochen. Lange Geschichten hab ich seitdem nicht mehr erzählt. Ich bin einfach bei der oben aufgestellten Definition geblieben und fertig war.

Aber warum schreibt ein Blog zum Thema „Sponsoring für Newcomer Bands und Musiker“ über Guerilla-Marketing? Wo ist da der Zusammenhang? Was ist das Ziel?

Nun, das könnte sein, um Euch als Nachwuchsbands zum Denken zu animieren, wie Eure Band eine Guerilla Marketing Aktion planen und durchführen kann!

Welche Möglichkeiten gäbe es da? Wie kann eine Band eine Guerilla-Marketing-Aktion einsetzten, um dadurch Sponsoren zu gewinnen?

Welche Möglichkeiten gibt es nach oben genannter Definition des Guerilla-Marketing, die Ihr als Newcomerband umsetzten könnt, um Eure Bekanntheit zu steigern?

Andererseits könnte der sponsoring-blog selber ein Teil einer Guerilla-Marketing-Aktion sein, deren eigentliche Hintergründe und dessen Ziele bisher noch nicht erkennbar sind! Und vielleicht erst im August 2008 erkennbar werden?

Aber wer weiß das schon…

Karsten Schäfer

Geschrieben in Guerilla-Marketing, Sponsoring KnowHow, Web 2.0 | 6 Kommentare »