Imagetransfer durch Musiksponsoring

Oktober 2nd, 2009 von R.K.S

Für alle, die qualitativ hochwertige Informationen zum Thema Musiksponsoring in gedruckter Version lesen möchten, empfiehlt sich das Buch Imagetransfer durch Musiksponsoring. Möglichkeiten zur (emotionalen) Aufwertung von Unternehmensimages von Mario Humrich. Humrich hat sein Studium der Medien-Planung, -Entwicklung und –Beratung an der Universität Siegen absolviert und hat den Abschluss als Diplom-Medienwirt seit 2007.

Nachfolgend die Kurzbeschreibung:

Mit der Durchführung eines Musiksponsorings verbinden Unternehmen in der Regel bestimmte marketing-spezifische Zielsetzungen. Von hohem Stellenwert ist in diesem Kontext der so genannte ‘Imagetransfer’, bei dem eine Übertragung bestimmter (positiver) Imagebestandteile des Gesponserten auf das Image des Sponsors intendiert ist. Dabei sollen neben ’sachlichen’ Merkmalen und Charaktereigenschaften, wie zum Beispiel ‘jugendlich’ oder ‘dynamisch’, ebenfalls ‘emotionale’ Imagebestandteile auf das Image des Sponsors transferiert werden.

Mit der systematischen Beeinflussung ihres Images bzw. der Images ihrer Marken und Produkte verfolgen Unternehmen das Ziel, am positiven Image des Gesponserten zu partizipieren und dadurch einen Vorteil gegenüber Wettbewerbern zu erlangen. Von hoher Bedeutung ist hierbei vor allem die ‘Aufladung’ des Unternehmensimages mit positiven Emotionen.

Emotionen haben nach heutigem Kenntnisstand einen enormen Einfluss auf das gesamte Denken und Verhalten von Menschen. Sie bewerten unsere Wahrnehmungen, Gedanken und Erfahrungen nach dem Schema positiv/negativ und bestimmen unsere Bereitschaft, sich Situationen, Objekten, Vorstellungen, Erinnerungen etc. anzunähern bzw. abzuwenden.

Dementsprechend leisten Emotionen ebenfalls einen entscheidenden Beitrag bei den Kaufentscheidungen der Konsumenten. Dass insbesondere Musik in der Lage ist Menschen emotional zu bewegen, ist allgemein bekannt sowie wissenschaftlich bewiesen. Nicht ohne Grund wird Musik gemeinhin auch als die Sprache der Gefühle bezeichnet. Dabei besteht die Annahme, dass durch das Hören von Musik vor allem positive Emotionen hervorgerufen werden.

Meiner Meinung nach ist das absolut lesenswerte Buch auch für „Neueinsteiger“ bzw. Sponsoringakquisiteure von kleineren Konzerten und Festivals geeignet. Ihr werdet nach dieser Lektüre auf jeden Fall um einiges schlauer sein, bessere Argumente finden und sicherer akquirieren können.

Mehr Lesestoff und Studien findet Ihr hier im Blog unter Sponsoring Know-How. Viel Spaß beim Lesen.

R.K.S

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Haspa Musik-Stiftung

September 20th, 2009 von R.K.S

Interessant für alle Hamburger ist die Haspa Musik-Stiftung. Die Haspa Musik-Stiftung will gemeinsam mit renommierten Hamburger Musikinstitutionen verschiedene Projekte und Ideen verwirklichen, um die Bedingungen für Musikschaffende in Hamburg zu verbessern. Da gerade im Übergang vom Studiem zum echten Berufsleben in den letzten Jahren eine Förderungslücke entstanden ist, sollen gerade junge Menschen, die mit Musik ihren Lebensunterhalt verdienen wollen, mit Stipendien, Netzwerken und Coachings gefördert werden.

Außerdem will die Haspa Musik-Stiftung Zuwendungen an gemeinnützige Einrichtungen und Organisationen bereitstellen, die sich in der Metropolregion für das Musikleben in und um Hamburg engagieren und der Stadt ein Profil als Musikmetropole geben.

So unterstützt die Haspa Musik Stiftung unter anderem auch den Kiez Kongress 2009 in Hamburg. Dort werden am 24. und 25.09.2009 rund um das Karostar – Medienzentrum (Neuer Kamp 32) Vorträge, Diskussionen und Workshops mit namhaften Referenten rund um die Musikwirtschaft abgehalten. Ergänzt wird die Pop-Theorie durch abendliche Live-Konzerte des parallel laufenden Reeperbahnfestivals. Veranstalter ist das Forum Veranstaltungskaufleute Hamburg e. V. Im Vorjahr nahmen ca 300 Teilnehmer und über 40 namhafte Referenten aus der Musiwirtschaft teil.

Außerdem wählten die Haspa Musik-Stiftung und RockCity Hamburg e.V. die 5 besten Hamburger Newcomer. Mitmachen konnten Musiker und Bands aus Hamburg oder dem Umland. Das Mindestalter betrug 18 Jahre, das Höchstalter 30 Jahre. Die 5 Gewinnerbands erhielten ein zwölfmonatiges individuelles Förderprogramm, betehend aus finanzieller Unterstützung, enger Zusammenarbeit mit erfahrenen Musikern, Bühnen, Studios und Agenturen. Neben Coachings, Workshops, Zusatzqualifikationen, Merchandising, Shopkonzert und medialer Begleitung erwartete die Gewinner ein dickes Netzwerk aus der Musikbranche.

Ob die Wahl der 5 besten Hamburger Newcomer im Jahr 2010 nochmals durchgeführt wird, kann ich noch nicht sagen. Sollte die Aktion aber wiederholt werden, werde ich hier auf jeden Fall frühzeitig hier im sponsoring-blog darüber schreiben.

R.K.S

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Christoph & Lollo suchen Sponsoren

März 11th, 2009 von R.K.S

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Sponsoringpaket der VW Sound Foundation

Mai 7th, 2008 von R.K.S

Wenn Ihr noch am Anfang Eurer Bandkarriere steht und Ihr keinen Plattenvertrag mit einem Label habt, könnt Ihr Euch noch bis zum 31.05.2008 bei der Volkswagen Sound Foundation bewerben.

Der Wettbewerb ist in die Kategorien Talentbands, Newcomerbands und Paten gegliedert und berücksichtigt die verschiedenen Entwicklungsstufen Eurer Bands.

Viele denken bei VW Sound Foundation sofort an die gesponserten Tourbusse. Das Sponsorship umfasst aber noch viel mehr!

Als Talentband steht Ihr am Anfang Eurer Karriere. Ihr habt Euch bereits einen Namen in Eurer Region erspielt und seid bereit für die nächsten Schritte in Form von überregionalen Einzel-Gigs oder als Support-Act auf Gigs und Touren. Gesponsert werden Promotionunterstützungen, Bandprofile auf der Sound Foundation Website, Workshops und Gigs. Insgesamt werden neun Bands oder einzelne Musiker für jeweils sechs Monate von der Volkswagen Sound Foundation gesponsert.

Als Newcomerband seid Ihr bereits einen Schritt weiter. Nach ersten Veröffentlichungen werdet Ihr von Euren Labels vorgeschlagen und von der Jury der Volkswagen Sound-Foundation ausgewählt. Newcomerbands bekommen ebenfalls jeweils einen VW Tourbus zur Verfügung gestellt. Dazu kommen spezielle, von der Volkswagen Sound Foundation organisierte Club-Gigs und ein Workshop-Austausch mit den Talentbands. Hier können Erfahrungen vermittelt und konkrete Tipps weitergereicht werden. Insgesamt kommen drei Newcomerbands in den Genuss dieser Förderung.

Außerdem werden direkte Kontakt mit verschiedenen Paten-Künstlern geboten. Das sind nationale oder internationale Stars, die sich für Euch live auf der Bühne und durch gemeinsame Club-Gigs engagieren.

Zusätzlich zur Nutzung der VW-Tourbusse sind in dem Sponsorship verschiedene Workshops, Promotion-Support und spezielle Gigs enthalten. Für jeweils drei Bands aus Rock, Pop und HipHop könnte sich die VW Sound Foundation also als echtes Sprungbrett herausstellen.

Die Volkswagen Sound Foundation gehört zur Old School der Musikförderung in Deutschland und ist seit 1997 im Sponsoring der gesamten musikalische Bandbreite tätig.

Neben dem klassischen Sponsoring ausgewählter Top-Stars hat die Basis-Förderung so manchem Newcomer beim Aufbau der musikalischen Karriere geholfen. So konnten neben Sportfreunde Stiller oder Reamon dutzende weitere Bands und Musiker zu Beginn ihrer Karriere von der Bereitstellung der VW-Tourbusse profitieren.

Vielleicht hat Eure Bewerbung Erfolg und Ihr gehört den glücklichen Auserwählten für ein Sponsoring-Paket der Sound-Foundation. Ansonsten schaut mal im Artikel Konzeption zur Sponsorensuche, ob Ihr dort Sponsoring KnowHow und Infos findet, wie Ihr Euer Sponsoring selber auf die Beine stellen könnt…

Karsten Schäfer

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Sponsoring + Guerilla = Red Bull Tourbus

Mai 4th, 2008 von R.K.S

Sucht Ihr als Band noch eine gute Gelegenheit für außergewöhnliche Gigs irgendwo in Deutschland?

Dann solltet Ihr Euch schnellstens bis zum 01.07.2008 für ne Tour auf dem Red Bull Tourbus bewerben! Das Motto lautet: „Live on Stage war gestern – jetzt wird auf dem Tourbus gerockt“

Von März bis September lässt Red Bull wieder mehrere Bands aus verschiedenen Genres auf dem Dach ihres Oldtimers aus dem Jahre 1969 auftreten. Und der Bus hat wirklich brutalen Kultstatus! Vom gefüllten Kühlschrank über Schlafplätze bis hin zur fetten PA ist alles vorhanden, was Ihr als Band auf Tour so benötigt.

Mit dem Tourbus bröselt ihr also nicht nur einfach über die Autobahn, sondern könnt spontan anhalten und irgendwo auf Parkplätzen, Schulhöfen, Campingplätzen oder wo auch immer einen Gig spielen. Ein paar Handgriffe, das Dach wird zur Bühne, und Ihr werdet in kürzester Zeit nen Menschenauflauf anziehen und mächtig Aufsehen erregen.

Im Tourkalender 2008 der Red Bull Tourbus-Tour ist übrigens eine geniale Kapelle namens ZPYZ zu finden… Falls ZPYZ irgendwo in Eurer Nähe auftreten, solltet Ihr nen Auge auf den Bus und nen Ohr auf ZPYZ werfen… und als Vorgeschmack einfach mal ihr Video „LIVE IN THE DONER KEBAB SNACK BAR“ zum Song “RACE CAR” rein ziehen…

Das nenne ich mal eine gelungene Aktion mit nem Haufen PR für die gesponserten Bands…

Ich bin aber immer noch auf der Suche nach guten Aktionsbeispielen zu Guerilla-Marketing-Aktionenen für Bands und Veranstaltungen. Kennt Ihr eine? Dann bitte per Mail zu mir!

Rock’n’Roll

Karsten Schäfer

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Sponsoring zur Kundengewinnung?

April 28th, 2008 von R.K.S

Bei der Definition von Sponsoring solltet Ihr bedenken, dass Sponsoring zwar einen Bereich des riesigen Feldes des Marketing abdeckt, aber nicht mit der allgemeinen klassischen Werbung verglichen werden kann. Erst Recht nicht mit dem Bereich des Online-Marketing, in dem es zwar „Sponsored Ads“ gibt, was allerdings eine andere Bedeutung als das klassische Sponsoring hat.

Sponsoren müssen durch ihr Sponsoring-Engagement nicht immer nur Neukunden gewinnen wollen, sondern können mit ihrem Engagement auch andere Ziele verfolgen!

Sponsoren könnten zum Beispiel neue Produkte bewerben wollen. Oder sie bauen gerade eine neue Produktsparte in ihr Unternehmen ein. Sponsoren könnten aber auch ihr Image verbessern oder verändern wollen. Sponsoren wollen manchmal aber auch einfach nur ihre Bekanntheit steigern.

Stellt Euch vor, Ihr habt zwei Musikwarenfachhändler im Ort und es eröffnet ein Dritter. Haben alle drei Läden die selben Ziele im Bereich Sponsoring?

Vielleicht will der auf Klaviere und Tasteninstrumente ausgerichtete Musikwarenfachhändler A sein Sortiment erweitern und hat seit zwölf Monaten neben Klavieren und Geigen jetzt auch hochwertige Akustikgitarren im Geschäft. Dass es dort gute Akustikgitarren zum Probespielen gibt, hat sich allerdings noch nicht rumgesprochen.

Deshalb kauft dummerweise auch niemand eine Gitarre bei ihm, weil wegen Gitarren jeder zum Musikwarenfachhändler B geht.

B hat eine andere Zielgruppe und jeder kennt ihn, weil er auf den örtlichen Veranstaltungen, verschiedenen Gigs und den zwei jährlichen Festivals vom Juze die Technik stellt. Musikwarenfachhändler B hat das komplette Sortiment an Saiten, Plektren und Verschleißteilen. Außerdem Boxen, Verstärker, ein Sortiment an Licht- und Tontechnik und zwei Dutzend Gitarren und Bässe an der Wand hängen. Bei B im Laden könnt ihr auch mal das Volumen hoch drehen. B hat zwar ne Gibson Flying V, aber keine Auswahl an Akustikgitarren.

Jetzt kommt Musikwarenfachhändler C mit wieder neuer Marktausrichtung und anderen Zielkunden auf die Bühne.

Haben Musikwarenfachhändler A, B und C in dieser Situation die gleichen Interessen? Mal abgesehen davon, dass sie alle verkaufen müssen? Im Grunde genommen haben alle Drei den Bedarf, Marketing und Marktausrichtung durch Sponsoring zu betreiben. Aber kennen die Drei ihren Bedarf und die Chancen und Möglichkeiten aus einem möglichem Sponsoring-Engagement?

Wenn Ihr also das Nächste mal auf die Suche nach Sponsoren aus Eurer Region geht, schaut Euch vorab das Sortiment, Zielkunden und Marktausrichtung der Unternehmen und Händler an und bedenkt: Vielleicht wollen potentielle Sponsoren nicht einfach nur mehr verkaufen…

Die Frage zur Kundengewinnung durch Sponsoring von Bands kam übrigens aus einem Kommentar des Artikel Konzeption zur Sponsorensuche.

Da solltet Ihr übrigens auch mal reinlesen.

Interessante Links zu externen Seiten mit Studien, Portalen und Agenturen findet Ihr übrigens unter Sponsoring KnowHow.

Karsten Schäfer

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Open Air – Festivalsponsoring durch Rüttelplatten-Battle

April 10th, 2008 von R.K.S

Zurück zur Frage, welche Möglichkeiten zum Festival Sponsoring für Euch als regionales Open Air oder Newcomer-Festival in Frage kommen könnten.

Bei der Suche nach Sponsoren sollte ähnlich vorgegangen werden, wie z.B. beim Verfassen eines Businessplans. Stellt Euch einfach ein paar grundlegende Fragen bezüglich Zielgruppen, Zielkunden, Problemlösungen… und schaut, WAS Ihr WEM bieten könnt, WEN WAS interessiert und wie Ihr das alles verknüpfen könnt.

Wer ist Euer Publikum, welche Interessen hat Euer Publikum, wie alt ist Euer Publikum, welche Bedürfnisse hat Euer Publikum, wo kommt Euer Publikum her? Wer könnte zu Eurem Publikum passen? Welches Image hat Euer Festival? Welche Bands aus welchen Musikgenres treten auf?

Aber was hat das eigentlich mit nem ”Rüttelplatten-Battle” zu tun?

Da komm ich später drauf.

Zuerst stellt Euch die Frage, womit könnt Ihr Aufmerksamkeit für mögliche Sponsoren und für das Festival selber erreichen? Aufmerksamkeit, die sowohl für Sponsoren des Open Air als auch für Euch als Veranstalter des Festival auf jeden Fall für ein positives Image sorgen muss!

Als Festivalveranstalter könntet Ihr z.B. einen Rüttelplatten-Battle planen. (Auf den Rüttelplatten-Battle leg ich jetzt mal nen Copyright des sponsoring-blog mit freier Verfügung für Gott und die Welt drauf und bitte bei erfolgreicher Umsetzung um eine Rückmeldung als Kommentar genau HIER)

Der Rüttelplatten-Battle muss auf jeden Fall Open-Air stattfinden, läuft also nur auf Festivals. Jeder der auftretenden Bands spielt einen ausgewählten Song während des Gigs gegen eine Rüttelplatte vor der Bühne an. Das Publikum entscheidet dann durch Lautstärke, ob die jeweilige Band den Battle gegen die Rüttelplatte gewonnen hat.

Band oder Rüttelplatte. Es kann nur einen geben!

Ich denke, dafür lässt sich sicher ein -musikbegeisterter- Rüttelplattenbesitzer als Festival Sponsor gewinnen. Schaut einfach mal in Eurem Ort rum, wen Ihr dort so als Bauunternehmer oder dort angestellten Mitarbeiter kennt. Oder wen Ihr kennt, der einen kennt, um mal das Xing-Prinzip kurz auf den Punkt zu bringen.

Ganz wichtig beim Rüttelplatten-Battle ist allerdings auch, dass der Battle schon vorher medienwirksam promoted wird. Sucht Euch also ebenfalls nen coolen Journalisten bei der örtlichen Zeitung, den ihr vorab per Interview informiert. Der Battle gehört auf jeden Fall als Vorankündigung in die Presse! Euer Journalist bekommt natürlich nen Presse-Pass für das Festival, Catering, Bier, alle halbe Stunde mal nen Smalltalk mit dem Veranstalter und nach den Gigs nen Kurzinterview mit den Bands zum Rüttelplatten-Battle.

Und vielleicht habt Ihr ja noch nen Groupie übrig. Dafür bekommt Ihr garantiert auch wieder nen Bericht über die jeweiligen Sieger des Rüttelplatten-Battle. Und der Rüttelplattenbesitzer freut sich sicher auch, auch wenn er gegen gute Newcomer-Bands gar nicht gewinnen kann! Aber vergesst dazu auf keinen Fall Euren Fotografen einzuladen.

Das Festival Sponsoring könnte funktionieren. Vielleicht sollte man den Rüttelplatten-Battle gleich bundesweit auf Newcomer-Festivals aufziehen! Aber dazu bedarf es mehr, als nur EINEN Rüttelplattenbesitzer. Dafür solltet Ihr Euch auf jeden Fall weitere Sponsoren wie Jack Daniel und ne bundesweite Abrissfirma ins Boot bzw. auf die Bühne holen…

Dabei fällt mir gerade die Aktion mit der Abrissbirne ein… Aber das ist eine andere Sponsoring-Idee…

Viel Erfolg,

Karsten Schäfer

 

Wenn Euch der sponsoring-blog bisher die ein oder andere Anregung gegracht hat, könnt Ihr gerne zum Kreis der dritten Gruppe der Sponsoren des sponsoring-blog.de gehören!

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Endorsement

März 22nd, 2008 von R.K.S

Als eine weitere Form des Sponsorings ist das Endorsement anzusehen.

Allerdings ist es um ein wesentliches schwerer, Endorsement-Partner eines Markenartiklers oder Instrumentenhersteller zu werden, als im Allgemeinen weitere Sponsoren für z.B. Merchandise, Produktionen oder Veranstaltungen zu finden.

Ein Endorsement ist eine vertragliche Bindung eines Musikers an eine bestimmte Firma. Das sind in der Regel Hersteller oder Marken von Musikinstrumenten. Die Firma stellt dem Musiker ein oder mehrere Instrumente oder weiteres Equipment zur Verfügung und verlangt dafür, dass der Musiker ausschließlich die zur Verfügung gestellte Hardware einsetzt.

Der Musiker wirbt somit live für das Produkt, wodurch sich die Hersteller eine gewisse Glaubwürdigkeit ihrer Marke versprechen. Oftmals wird die Marke des Herstellers bzw. Endorsement-Partners gleichzeitig auf Tourplakaten oder Tonträgern beworben. Und das Shirt zum Livegig gibt´s auch noch mit dazu.

Ein Endorsement-Vertrag bringt aber auch das ein oder andere Problem mit sich.

Oftmals wird vertraglich festgehalten, dass der Musiker ausschließlich das gedorste Instrument spielt. Sowohl live als auch im Studio bei Aufnahmen. Als Endorsement-Partner mit Exclusiv-Vertrag kannst (darfst) Du dann z.B. Deine Lieblingsgitarre nicht mehr öffentlich auf allen Bühnen einsetzen. Insofern sollte von den Musikern auf jeden Fall eine gewisse Identität zu den Instrumenten oder Artikeln des Endorsement-Partners bestehen.

Gerade als Nachwuchskünstler ist es besonders schwer, einen Endorsement-Vertrag einer Marke zu erhalten, da Endorsement in der Regel nur bei Künstlern mit überdurchschnittlicher Bekanntheit und Live Aktivitäten eingesetzt wird. Logisch, da der Bekanntheitsgrad und Werbeefekt der Marke auch nur durch Einsatz auf Livegigs gesteigert wird!

Da das Endorsement in der heutigen Zeit aber immer mehr Verbreitung findet, werden gerade bei weniger bekannten Künstlern oft nicht mehr komplette Instrumente gesponsert, sondern es läuft bei vielen Herstellern immer öfter auf Vergünstigungen und Preisnachlässe hinaus. Instrumente werden dann zum Einkaufspreis rausgegeben und die Verträge sind lockerer gehalten. Durch Vergünstigungen hat der Musiker dann oft die “Ausschließlichkeitsklausel” für Auftritte oder Aufnahmen umgangen. Also wiederum ein Vorteil für den Musiker.

Das Vollendorsement des kompletten Equipment und der Hardware können also nur wirklich erfolgreiche Musiker mit großer Bekanntheit und großem Publikum in großen Hallen erreichen.

Beim Endorsement kommen dann auch die sogenannten Signature-Modelle ins Spiel.

Signaturemodelle sind Instrumente, meist aus dem Gitarrenbereich, die in Zusammenarbeit des Herstellers mit einzelnen Musikern entwickelt werden und unter dessen Namen auf den Markt gebracht werden.

BC Rich z.B. entwickelt regelmäßig solche Signaturemodelle, die allerdings qualitativ auch nicht an die hochpreisigen Modelle heranreichen. Trotzdem sind Modelle wie z.B. die BC RICH KERRY KING SIGNATURE WARLOCK RED BLADE GUITAR oftmals der absolute Renner unter den Anfängern. Die Klampfen sehen cool aus, tragen den Namen der Idole und kommen auf der Bühne des lokalen Jugendzentrums richtig fett.

BC Rich hat zwar nicht unbedingt den besten Ruf unter den Gitarristen, allerdings bin ich mit meiner roten BC Rich Dagger als Semi-acoustic und USA-Import für den Hausgebrauch absolut zufrieden.

Viel Spaß beim nächsten Gig, egal ob mit oder ohne Endorsement, Signaturemodell, vor 50 Leuten im Juze oder von 500 im Club.

Karsten Schäfer

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Bandsponsoring durch Fotostudio

März 15th, 2008 von R.K.S

Ab und an werde ich von erfolgshungrigen und auftrittswütigen Newcomerbands gefragt, welche Möglichkeiten bestehen, um ihre Bekanntheit zu steigern.

Zur Steigerung der Bekanntheit ist Sponsoring nicht wirklich eine Lösung. Sponsoring ermöglicht es Euch als Band, Kostenbeteiligungen für z.B. Projekte, Aufnahmen oder Merchandise zu generieren. Eure Bekanntheit wird dadurch aber noch lange nicht gesteigert. Oder doch?

Vor kurzem ist mir während einer schlaflosen Nacht mit der RAMMSTEIN DVD ”Völkerball” eine Möglichkeit ins Auge gestochen, die auch für aufstrebende lokale Bands interessant sein könnte.

Wie wäre es, den Spieß einfach mal um zudrehen? Stellt Euch vor: Ihr als Band sponsert einen coolen Fotografen! Und alle Beteiligten gewinnen dabei!

Habt ihr eigentlich professionelle Bandfotos? Coole Pooserfotos? Lässige Fotos aus dem Proberaum? Nachdenklich stimmende Fotos aus dem Backstage, kurz vorm Auftritt? Schweinegeile Fotos von Livegigs?

Nein? Dann schaut Euch doch einfach mal in Eurer Region um, ob ihr einen musikbegeisterten professionellen Fotograf in Eurer Nähe findet, der ebenfalls wie Ihr die Bekanntheit seines Fotostudios steigern will und sich bereit erklärt, Euch während eines Projektes zu begleiten.

Versucht also, einen Fotograf zu begeistern, Euch im Proberaum zu besuchen. Ladet ihn zu Studioaufnahmen ein. Nehmt ihn mit auf Eure Konzerte. Und zwar von Beginn an! Lasst ihn in Eurem Auto oder Bus mitfahren, beim Soundcheck zuhören, gebt ihm Bier und Catering. Gebt ihm “Access all Areas” in allen Locations und bei allen Gigs. Und natürlich nen Band-Shirt von Euch!

Und beachtet ihn während seiner Anwesenheit nicht. Tut, als wäre er nicht da. Nun ja, das geht jetzt aber doch zu weit. Was ich damit sagen wollte: Verhaltet Euch völlig normal. Lasst Euch in für Euch völlig normalen Situationen ablichten, ohne übertrieben zu poosen.

Wenn ihr Glück habt, der Fotograf sein Handwerk versteht und anfängt, Euch als BAND zu sehen, kommen dabei einmalige und großartige Fotos heraus! Fotos aus dem normalen “Alltag” Eurer Band. Ok, der Bandalltag einer Newcomerband sieht garantiert anders aus als der Alltag Eurer musikalischen Helden, die als Poster im Proberaum hängen. Trotzdem wird der Fotograf sicher einmalige Einblicke Eures Banddaseins festhalten.

Und was macht Ihr mit dem Fotos? Hm. Veröffentlichen! Und wo?

Z.B. als Ausstellung des Fotografen in einer Szene-Location. Bestenfalls in der Location, in der Ihr “Heimrecht” habt! In der Location, in die Ihr die meisten Fans zieht! In der Location, in der ihr Euch schon zu Ruhm und Ehre gespielt habt! Und natürlich überall dort, wo der Fotograf möchte! Schließlich sind es seine Aufnahmen und auch er will damit sein Können unter Beweis stellen und seine Kunst veröffentlichen!

Oder im Booklet Eurer nächsten CD. Oder als Pressematerial. Oder als Fotomaterial, um weitere Sponsoren zu gewinnen. Oder …

Ups, ich hab Feierabend! Ab jetzt bitte selber weiter denken! Vergesst bitte nicht, mich über Eure Erfolge beim Fotostudiosponsoring zu informieren…

Karsten Schäfer

Übrigens hat das Fotostudio blitzlicht aus Bad Hersfeld den Betreiber und Autor des sponsoring-blog ins rechte Licht gerückt und das Bild für das Impressum gesponsert.

Dies hier sind alle Blog-Sponsoren des sponsoring-blog.

Vielen Dank dafür!

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Konzeption zur Sponsorensuche – oder – Aller Anfang ist schwer

Februar 28th, 2008 von R.K.S

Bevor wir uns auf die Suche nach Sponsoren begeben, sollten wir uns vorab einige grundlegende Gedanken zur Sponsoring-Konzeption machen.

Okay, Gedanken machen wir uns alle, Denken allein reicht aber meist nicht aus. Fangen wir also an, unsere Gedanken schriftlich zu fixieren, was allerdings oftmals mit viel Arbeit und Aufwand verbunden ist. Aber scheut Euch nicht. Habt das Ziel vor Augen, setzt Euch hin und fangt einfach an. Bestenfalls mit einem Brainstorming. Auch wenn die Suche nach Sponsoren später nur von einer Person durchgeführt wird, die Zielrichtung muss vorher gemeinsam besprochen werden.

Schritt 1 – Projektbeschreibung

Sponsoren wollen wissen, welche Idee gesponsert werden soll. Ist es ein Event? Ein Konzert? Eine Tour? Ein Festival? Eine Studioproduktion oder Merchandise Artikel? Welches Vorhaben soll also gesponsert werden? Die Idee sollte mehr beinhalten also nur “Wir sind eine großartige Band und suchen jemanden, der uns unsere Aufnahmen finanziert…”

Schritt 2 – Zielgruppendefinition

Wer sind die Konsumenten bzw. welche Zielgruppe wird direkt erreicht? Welches Alter, welche Interessen, welche Kaufkraft steckt hinter der Zielgruppe? Wer ist das Publikum? Außerdem: WIE ist das Publikum? Hip, Trendy, Konsum orientiert, Begeisterungsfähig? Oder handelt es sich um Gothics und jeder hat schon seinen eigenen Sarg im Wohnzimmer stehen? Aber auch für diese Zielgruppe gibt es interessierte Sponsoringgeber!

Schritt 3 – Finanzplan

Welche Kosten fallen an? Ziehen wir mal eine Immobilienfinanzierung zum Vergleich. Je höher das Eigenkapital und die eigenen eingesetzten Mittel, um so höher ist die Chance, ein Darlehen der Bank zu erhalten. Gut, die Finanzmittel des Sponsorings müssen nicht zurückgezahlt werden, aber Sponsoren sehen sich ungern in der Rolle des alleinigen Geldgebers. Wer von seiner Idee überzeugt ist, setzt in der Regel alle verfügbaren Eigenmittel ein.

Schritt 4 – Medienpräsenz, Öffentlichkeitsarbeit und Verbreitung

Kurz gesagt: Die Quantität des Projektumfangs. Wie viel Konzertbesucher können erreicht werden? Wie groß ist das Festivalgelände? Sind schon Medienpartner vorhanden? Gibt es Vergleichszahlen aus vorangegangenen Projekten? Wie hoch waren Verkaufszahlen der letzten CD oder wie viel Downloads wurden von Veröffentlichungen von mp3 unter die Fans gebracht?

Schritt 5 – Angestrebte Sponsorenbeteiligung

Was kann der potentielle Sponsor zum Gelingen des Projektes beitragen? Welche Sachmittel, Finanzmittel oder sonstigen Leistungen können von Sponsoren übernommen werden?

Schritt 6 – Mögliche Gegenleistungen

Was erhält ein möglicher Sponsor als direkte Gegenleistung? Nur das klassische Bühnenbanner und den Aufdruck auf der CD oder kann einem Sponsor mehr geboten werden? Was seid ihr als Band bereit, zu geben?

Schritt 7 – Schnittstellenanalyse

Die Schnittstellenanalyse müssen wir zuerst für uns selber durchführen, um mögliche Branchen und daraufhin Unternehmen zur Akquise zu finden. In der Sponsorenakquisition wollen potentielle Sponsoren dann natürlich erfahren, welche gemeinsamen Interessen zwischen Sponsoringgeber und Sponsoringsucher vorhanden sind. Welches Image kann also gegenseitig transferiert oder genutzt werden?

Schritt 8 – Leitfaden zur Sponsorenakquise und das Sponsorengespräch

Branchen sind bereits definiert. Mögliche Unternehmen stehen auf der großen Liste und müssen abgearbeitet werden. Optimal sollte die Sponsorensuche Branchen weise durchgeführt werden. Das z.B. bei Musikwarenhändler A eingesetzte Gespräch funktioniert auch bei Musikwarenhändler B, C, D, E, F, G… Entwickelt also Telefongespräche, wie Ihr mit Unternehmen ins Gespräch kommen wollt. Wichtig ist der erste Schritt. Sitzt ihr dann erstmal am Konferenztisch, liegt alles weitere in Eurer persönlichen Überzeugung.

Schritt 9 – Sponsoringvertrag

Sponsorships basieren immer auf Leistung und Gegenleistung. Und wie überall wo Leistung und Gegenleistung ausgetauscht werden, sollten Vertragsinhalte ordentlich und wasserdicht definiert werden. Da der sponsoring-blog allerdings keine Rechtsberatung leistet, empfehlen wir, alle Vertragsinhalte vorab selber schriftlich zu fixieren und damit einen Anwalt zu konsultieren.

Schritt 10

Just do it!

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Interessante Links zu externen Seiten mit Sponsoring-Studien, Portalen und Agenturen findet Ihr unter Sponsoring KnowHow.

Karsten Schäfer

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