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Sponsoring + Guerilla = Red Bull Tourbus

Mai 4th, 2008 von R.K.S

Sucht Ihr als Band noch eine gute Gelegenheit für außergewöhnliche Gigs irgendwo in Deutschland?

Dann solltet Ihr Euch schnellstens bis zum 01.07.2008 für ne Tour auf dem Red Bull Tourbus bewerben! Das Motto lautet: „Live on Stage war gestern – jetzt wird auf dem Tourbus gerockt“

Von März bis September lässt Red Bull wieder mehrere Bands aus verschiedenen Genres auf dem Dach ihres Oldtimers aus dem Jahre 1969 auftreten. Und der Bus hat wirklich brutalen Kultstatus! Vom gefüllten Kühlschrank über Schlafplätze bis hin zur fetten PA ist alles vorhanden, was Ihr als Band auf Tour so benötigt.

Mit dem Tourbus bröselt ihr also nicht nur einfach über die Autobahn, sondern könnt spontan anhalten und irgendwo auf Parkplätzen, Schulhöfen, Campingplätzen oder wo auch immer einen Gig spielen. Ein paar Handgriffe, das Dach wird zur Bühne, und Ihr werdet in kürzester Zeit nen Menschenauflauf anziehen und mächtig Aufsehen erregen.

Im Tourkalender 2008 der Red Bull Tourbus-Tour ist übrigens eine geniale Kapelle namens ZPYZ zu finden… Falls ZPYZ irgendwo in Eurer Nähe auftreten, solltet Ihr nen Auge auf den Bus und nen Ohr auf ZPYZ werfen… und als Vorgeschmack einfach mal ihr Video „LIVE IN THE DONER KEBAB SNACK BAR“ zum Song “RACE CAR” rein ziehen…

Das nenne ich mal eine gelungene Aktion mit nem Haufen PR für die gesponserten Bands…

Ich bin aber immer noch auf der Suche nach guten Aktionsbeispielen zu Guerilla-Marketing-Aktionenen für Bands und Veranstaltungen. Kennt Ihr eine? Dann bitte per Mail zu mir!

Rock’n’Roll

Karsten Schäfer

Geschrieben in Bandcontest, Bandpromotion, Bandsponsoring, Guerilla-Marketing | 1 Kommentar »

Sponsoring zur Kundengewinnung?

April 28th, 2008 von R.K.S

Bei der Definition von Sponsoring solltet Ihr bedenken, dass Sponsoring zwar einen Bereich des riesigen Feldes des Marketing abdeckt, aber nicht mit der allgemeinen klassischen Werbung verglichen werden kann. Erst Recht nicht mit dem Bereich des Online-Marketing, in dem es zwar „Sponsored Ads“ gibt, was allerdings eine andere Bedeutung als das klassische Sponsoring hat.

Sponsoren müssen durch ihr Sponsoring-Engagement nicht immer nur Neukunden gewinnen wollen, sondern können mit ihrem Engagement auch andere Ziele verfolgen!

Sponsoren könnten zum Beispiel neue Produkte bewerben wollen. Oder sie bauen gerade eine neue Produktsparte in ihr Unternehmen ein. Sponsoren könnten aber auch ihr Image verbessern oder verändern wollen. Sponsoren wollen manchmal aber auch einfach nur ihre Bekanntheit steigern.

Stellt Euch vor, Ihr habt zwei Musikwarenfachhändler im Ort und es eröffnet ein Dritter. Haben alle drei Läden die selben Ziele im Bereich Sponsoring?

Vielleicht will der auf Klaviere und Tasteninstrumente ausgerichtete Musikwarenfachhändler A sein Sortiment erweitern und hat seit zwölf Monaten neben Klavieren und Geigen jetzt auch hochwertige Akustikgitarren im Geschäft. Dass es dort gute Akustikgitarren zum Probespielen gibt, hat sich allerdings noch nicht rumgesprochen.

Deshalb kauft dummerweise auch niemand eine Gitarre bei ihm, weil wegen Gitarren jeder zum Musikwarenfachhändler B geht.

B hat eine andere Zielgruppe und jeder kennt ihn, weil er auf den örtlichen Veranstaltungen, verschiedenen Gigs und den zwei jährlichen Festivals vom Juze die Technik stellt. Musikwarenfachhändler B hat das komplette Sortiment an Saiten, Plektren und Verschleißteilen. Außerdem Boxen, Verstärker, ein Sortiment an Licht- und Tontechnik und zwei Dutzend Gitarren und Bässe an der Wand hängen. Bei B im Laden könnt ihr auch mal das Volumen hoch drehen. B hat zwar ne Gibson Flying V, aber keine Auswahl an Akustikgitarren.

Jetzt kommt Musikwarenfachhändler C mit wieder neuer Marktausrichtung und anderen Zielkunden auf die Bühne.

Haben Musikwarenfachhändler A, B und C in dieser Situation die gleichen Interessen? Mal abgesehen davon, dass sie alle verkaufen müssen? Im Grunde genommen haben alle Drei den Bedarf, Marketing und Marktausrichtung durch Sponsoring zu betreiben. Aber kennen die Drei ihren Bedarf und die Chancen und Möglichkeiten aus einem möglichem Sponsoring-Engagement?

Wenn Ihr also das Nächste mal auf die Suche nach Sponsoren aus Eurer Region geht, schaut Euch vorab das Sortiment, Zielkunden und Marktausrichtung der Unternehmen und Händler an und bedenkt: Vielleicht wollen potentielle Sponsoren nicht einfach nur mehr verkaufen…

Die Frage zur Kundengewinnung durch Sponsoring von Bands kam übrigens aus einem Kommentar des Artikel Konzeption zur Sponsorensuche.

Da solltet Ihr übrigens auch mal reinlesen.

Interessante Links zu externen Seiten mit Studien, Portalen und Agenturen findet Ihr übrigens unter Sponsoring KnowHow.

Karsten Schäfer

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Open Air – Festivalsponsoring durch Rüttelplatten-Battle

April 10th, 2008 von R.K.S

Zurück zur Frage, welche Möglichkeiten zum Festival Sponsoring für Euch als regionales Open Air oder Newcomer-Festival in Frage kommen könnten.

Bei der Suche nach Sponsoren sollte ähnlich vorgegangen werden, wie z.B. beim Verfassen eines Businessplans. Stellt Euch einfach ein paar grundlegende Fragen bezüglich Zielgruppen, Zielkunden, Problemlösungen… und schaut, WAS Ihr WEM bieten könnt, WEN WAS interessiert und wie Ihr das alles verknüpfen könnt.

Wer ist Euer Publikum, welche Interessen hat Euer Publikum, wie alt ist Euer Publikum, welche Bedürfnisse hat Euer Publikum, wo kommt Euer Publikum her? Wer könnte zu Eurem Publikum passen? Welches Image hat Euer Festival? Welche Bands aus welchen Musikgenres treten auf?

Aber was hat das eigentlich mit nem ”Rüttelplatten-Battle” zu tun?

Da komm ich später drauf.

Zuerst stellt Euch die Frage, womit könnt Ihr Aufmerksamkeit für mögliche Sponsoren und für das Festival selber erreichen? Aufmerksamkeit, die sowohl für Sponsoren des Open Air als auch für Euch als Veranstalter des Festival auf jeden Fall für ein positives Image sorgen muss!

Als Festivalveranstalter könntet Ihr z.B. einen Rüttelplatten-Battle planen. (Auf den Rüttelplatten-Battle leg ich jetzt mal nen Copyright des sponsoring-blog mit freier Verfügung für Gott und die Welt drauf und bitte bei erfolgreicher Umsetzung um eine Rückmeldung als Kommentar genau HIER)

Der Rüttelplatten-Battle muss auf jeden Fall Open-Air stattfinden, läuft also nur auf Festivals. Jeder der auftretenden Bands spielt einen ausgewählten Song während des Gigs gegen eine Rüttelplatte vor der Bühne an. Das Publikum entscheidet dann durch Lautstärke, ob die jeweilige Band den Battle gegen die Rüttelplatte gewonnen hat.

Band oder Rüttelplatte. Es kann nur einen geben!

Ich denke, dafür lässt sich sicher ein -musikbegeisterter- Rüttelplattenbesitzer als Festival Sponsor gewinnen. Schaut einfach mal in Eurem Ort rum, wen Ihr dort so als Bauunternehmer oder dort angestellten Mitarbeiter kennt. Oder wen Ihr kennt, der einen kennt, um mal das Xing-Prinzip kurz auf den Punkt zu bringen.

Ganz wichtig beim Rüttelplatten-Battle ist allerdings auch, dass der Battle schon vorher medienwirksam promoted wird. Sucht Euch also ebenfalls nen coolen Journalisten bei der örtlichen Zeitung, den ihr vorab per Interview informiert. Der Battle gehört auf jeden Fall als Vorankündigung in die Presse! Euer Journalist bekommt natürlich nen Presse-Pass für das Festival, Catering, Bier, alle halbe Stunde mal nen Smalltalk mit dem Veranstalter und nach den Gigs nen Kurzinterview mit den Bands zum Rüttelplatten-Battle.

Und vielleicht habt Ihr ja noch nen Groupie übrig. Dafür bekommt Ihr garantiert auch wieder nen Bericht über die jeweiligen Sieger des Rüttelplatten-Battle. Und der Rüttelplattenbesitzer freut sich sicher auch, auch wenn er gegen gute Newcomer-Bands gar nicht gewinnen kann! Aber vergesst dazu auf keinen Fall einen Konzertfotograf Eures Vertrauens einzuladen.

Das Festival Sponsoring könnte funktionieren. Vielleicht sollte man den Rüttelplatten-Battle gleich bundesweit auf Newcomer-Festivals aufziehen! Aber dazu bedarf es mehr, als nur EINEN Rüttelplattenbesitzer. Dafür solltet Ihr Euch auf jeden Fall weitere Sponsoren wie Jack Daniel und ne bundesweite Abrissfirma ins Boot bzw. auf die Bühne holen…

Dabei fällt mir gerade die Aktion mit der Abrissbirne ein… Aber das ist eine andere Sponsoring-Idee…

Viel Erfolg,

Karsten Schäfer

 

Wenn Euch der sponsoring-blog bisher die ein oder andere Anregung gegracht hat, könnt Ihr gerne zum Kreis der Sponsoren des sponsoring-blog.de gehören!

Geschrieben in Bandsponsoring, Eventsponsoring, Festivalsponsoring, Musiksponsoring | Keine Kommentare »

Endorsement

März 22nd, 2008 von R.K.S

Als eine weitere Form des Sponsorings ist das Endorsement anzusehen.

Allerdings ist es um ein wesentliches schwerer, Endorsement-Partner eines Markenartiklers oder Instrumentenhersteller zu werden, als im Allgemeinen weitere Sponsoren für z.B. Merchandise, Produktionen oder Veranstaltungen zu finden.

Ein Endorsement ist eine vertragliche Bindung eines Musikers an eine bestimmte Firma. Das sind in der Regel Hersteller oder Marken von Musikinstrumenten. Die Firma stellt dem Musiker ein oder mehrere Instrumente oder weiteres Equipment zur Verfügung und verlangt dafür, dass der Musiker ausschließlich die zur Verfügung gestellte Hardware einsetzt.

Der Musiker wirbt somit live für das Produkt, wodurch sich die Hersteller eine gewisse Glaubwürdigkeit ihrer Marke versprechen. Oftmals wird die Marke des Herstellers bzw. Endorsement-Partners gleichzeitig auf Tourplakaten oder Tonträgern beworben. Und das Shirt zum Livegig gibt´s auch noch mit dazu.

Ein Endorsement-Vertrag bringt aber auch das ein oder andere Problem mit sich.

Oftmals wird vertraglich festgehalten, dass der Musiker ausschließlich das gedorste Instrument spielt. Sowohl live als auch im Studio bei Aufnahmen. Als Endorsement-Partner mit Exclusiv-Vertrag kannst (darfst) Du dann z.B. Deine Lieblingsgitarre nicht mehr öffentlich auf allen Bühnen einsetzen. Insofern sollte von den Musikern auf jeden Fall eine gewisse Identität zu den Instrumenten oder Artikeln des Endorsement-Partners bestehen.

Gerade als Nachwuchskünstler ist es besonders schwer, einen Endorsement-Vertrag einer Marke zu erhalten, da Endorsement in der Regel nur bei Künstlern mit überdurchschnittlicher Bekanntheit und Live Aktivitäten eingesetzt wird. Logisch, da der Bekanntheitsgrad und Werbeefekt der Marke auch nur durch Einsatz auf Livegigs gesteigert wird!

Da das Endorsement in der heutigen Zeit aber immer mehr Verbreitung findet, werden gerade bei weniger bekannten Künstlern oft nicht mehr komplette Instrumente gesponsert, sondern es läuft bei vielen Herstellern immer öfter auf Vergünstigungen und Preisnachlässe hinaus. Instrumente werden dann zum Einkaufspreis rausgegeben und die Verträge sind lockerer gehalten. Durch Vergünstigungen hat der Musiker dann oft die “Ausschließlichkeitsklausel” für Auftritte oder Aufnahmen umgangen. Also wiederum ein Vorteil für den Musiker.

Das Vollendorsement des kompletten Equipment und der Hardware können also nur wirklich erfolgreiche Musiker mit großer Bekanntheit und großem Publikum in großen Hallen erreichen.

Beim Endorsement kommen dann auch die sogenannten Signature-Modelle ins Spiel.

Signaturemodelle sind Instrumente, meist aus dem Gitarrenbereich, die in Zusammenarbeit des Herstellers mit einzelnen Musikern entwickelt werden und unter dessen Namen auf den Markt gebracht werden.

BC Rich z.B. entwickelt regelmäßig solche Signaturemodelle, die allerdings qualitativ auch nicht an die hochpreisigen Modelle heranreichen. Trotzdem sind Modelle wie z.B. die BC RICH KERRY KING SIGNATURE WARLOCK RED BLADE GUITAR oftmals der absolute Renner unter den Anfängern. Die Klampfen sehen cool aus, tragen den Namen der Idole und kommen auf der Bühne des lokalen Jugendzentrums richtig fett.

BC Rich hat zwar nicht unbedingt den besten Ruf unter den Gitarristen, allerdings bin ich mit meiner roten BC Rich Dagger als Semi-acoustic und USA-Import für den Hausgebrauch absolut zufrieden.

Viel Spaß beim nächsten Gig, egal ob mit oder ohne Endorsement, Signaturemodell, vor 50 Leuten im Juze oder von 500 im Club.

Karsten Schäfer

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