Imagetransfer durch Musiksponsoring

Oktober 2nd, 2009 von R.K.S

Für alle, die qualitativ hochwertige Informationen zum Thema Musiksponsoring in gedruckter Version lesen möchten, empfiehlt sich das Buch Imagetransfer durch Musiksponsoring. Möglichkeiten zur (emotionalen) Aufwertung von Unternehmensimages von Mario Humrich. Humrich hat sein Studium der Medien-Planung, -Entwicklung und –Beratung an der Universität Siegen absolviert und hat den Abschluss als Diplom-Medienwirt seit 2007.

Nachfolgend die Kurzbeschreibung:

Mit der Durchführung eines Musiksponsorings verbinden Unternehmen in der Regel bestimmte marketing-spezifische Zielsetzungen. Von hohem Stellenwert ist in diesem Kontext der so genannte ‘Imagetransfer’, bei dem eine Übertragung bestimmter (positiver) Imagebestandteile des Gesponserten auf das Image des Sponsors intendiert ist. Dabei sollen neben ’sachlichen’ Merkmalen und Charaktereigenschaften, wie zum Beispiel ‘jugendlich’ oder ‘dynamisch’, ebenfalls ‘emotionale’ Imagebestandteile auf das Image des Sponsors transferiert werden.

Mit der systematischen Beeinflussung ihres Images bzw. der Images ihrer Marken und Produkte verfolgen Unternehmen das Ziel, am positiven Image des Gesponserten zu partizipieren und dadurch einen Vorteil gegenüber Wettbewerbern zu erlangen. Von hoher Bedeutung ist hierbei vor allem die ‘Aufladung’ des Unternehmensimages mit positiven Emotionen.

Emotionen haben nach heutigem Kenntnisstand einen enormen Einfluss auf das gesamte Denken und Verhalten von Menschen. Sie bewerten unsere Wahrnehmungen, Gedanken und Erfahrungen nach dem Schema positiv/negativ und bestimmen unsere Bereitschaft, sich Situationen, Objekten, Vorstellungen, Erinnerungen etc. anzunähern bzw. abzuwenden.

Dementsprechend leisten Emotionen ebenfalls einen entscheidenden Beitrag bei den Kaufentscheidungen der Konsumenten. Dass insbesondere Musik in der Lage ist Menschen emotional zu bewegen, ist allgemein bekannt sowie wissenschaftlich bewiesen. Nicht ohne Grund wird Musik gemeinhin auch als die Sprache der Gefühle bezeichnet. Dabei besteht die Annahme, dass durch das Hören von Musik vor allem positive Emotionen hervorgerufen werden.

Meiner Meinung nach ist das absolut lesenswerte Buch auch für „Neueinsteiger“ bzw. Sponsoringakquisiteure von kleineren Konzerten und Festivals geeignet. Ihr werdet nach dieser Lektüre auf jeden Fall um einiges schlauer sein, bessere Argumente finden und sicherer akquirieren können.

Mehr Lesestoff und Studien findet Ihr hier im Blog unter Sponsoring Know-How. Viel Spaß beim Lesen.

R.K.S

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Festivalsponsoring immer attraktiver

Juni 20th, 2009 von R.K.S

Immer mehr Unternehmen nutzen Musiksponsoring mit großem Erfolg als integrativen Teil ihrer Live-Kommunikation und die Erfolgszahlen von Rock am Ring und Rock im Park bestätigen den positiven Trend von Festivalsponsoring und Musiksponsoring. Insgesamt 142.000 Zuschauer, davon 80.000 bei Rock am Ring, feierten an drei Tagen mit insgesamt 90 Bands, unter anderem The Killers, Mando Diao, Placebo, Marilyn Manson, Jan Delay, und Limp Bizkit. Beide Festivals waren wie im Jahr 2008 ausverkauft und der Musiksender MTV hat alle drei Tage „live“ vom Nürburgring übertragen und dabei Rekordquoten und somit auch hohe Werbeeinnahmen durch den Verkauf von Werbung der Mediaberater erzielt.

Becks, Coca-Cola, Jack Daniels, Jägermeister, Suzuki, T-Mobile und Warsteiner sind nur einige, die mit einer Kombination aus Musik, Web 2.0-Aktivitäten und Markenpräsenz die Musikfestivals zunehmend als strategische Plattform für eine ganzjährige und authentische Live-Kommunikation nutzen und somit als Sponsoringpartner unterstützen.

„Rock Am Ring ist für uns traditionell der Kick-off für die Festivalsaison der Coca-Cola Soundwave Discovery Tour. Zusätzlich sind wir mit der Coca-Cola Soundwave in diesem Jahr beim Hurricane-, dem Melt!- und Highfield-Festival vertreten. Bereits im Vorfeld der Festivalsaison wählen wir Nachwuchs-Acts für die Festivals bei großen Hallenkonzerten in vier Städten aus. Der Erfolg der letzten Jahre bestätigt uns darin, das Musiksponsoring als integrativen Teil unserer Live-Kommunikation auszubauen und mit zahlreichen Aktionen über das gesamte Jahr hinweg zu begleiten. Durch die Schaffung von Content, gekoppelt mit der Einbindung von Anzeigen, Plakatierung, Pressearbeit, Web 2.0 Aktivitäten, einem hochfrequentierten MySpace-Profil und einem interaktiven Auswahlprozess, erreichen wir einen authentischeren, glaubhafteren Auftritt innerhalb der Zielgruppe als durch reine Logo Präsenz“ sagt Sabine Kloos, Marketing Direktorin bei Coca-Cola.

Auch Oliver Vogt, Geschäftsführer von “The Sponsor People GmbH”, der führende Vermarkter der größten deutschen Musikfestivals, zieht nach dem erfolgreichen Saisonstart mit Rock am Ring und Rock im Park eine erste Bilanz und zeigt sich sehr zufrieden mit dem Auftakt zur diesjährigen Festivalsaison. Dass die Begeisterung für Festivals ungebrochen ist, hat ihm dieser Saisonauftakt eindrucksvoll bewiesen.

Als Vermarkter freut ihn besonders, dass die Sponsorauftritte und ihre Aktivierungen vor Ort immer attraktiver werden. Sponsoren bereichern die Festival, sorgen für ein echtes und nachhaltiges Markenerlebnis und bieten den Besuchern einen deutlichen Mehrwert. So entsteht eine perfekte Win/Win/Win-Situation für Besucher, Marken und Veranstalter. Die „Coca-Cola Soundwave Discovery Tour“ ist eines von zahllosen positiven Beispielen, wo sich alle Partner bei den Festivals mit wirklich attraktiven Markenauftritten präsentiert haben.

Also, was die großen Vermarkter mit großen Festivals erreichen, könnt auch Ihr mit Festivals auf regionaler Ebene. Erarbeitet ein Konzept, schafft Mehrwert und greift zum Telefon. Viel Erfolg,

R.K.S

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Eventsponsoring in Zeiten des Long-Tail

Mai 23rd, 2008 von R.K.S

Bin heute auf einen interessanten Artikel zum Thema Eventsponsoring in Zeiten des Long Tail von Dr. Wolfgang Töchterle in seinem Blog ENDALIVE über Eventmanagement und Musikmarketing gestoßen. Und obwohl mir aktuell die Zeit fehlt, muss ich doch kurz auf ENDALIVE verweisen.

Alle, die weitere Informationen zum Thema Eventsponsoring und Musikmarketing suchen, finden ENDALIVE im Blogroll und sollten dort auf jeden Fall reinlesen. Da liest man die 1 zur Diplomarbeit raus!

Nur zu einer Aussage kann ich nicht einfach zustimmen:

“Warum? Die Antwort liegt in den rückläufigen Zuschauerzahlen zahlreicher Mega-Events! Nicht nur, dass viele Eventorganisatoren Einbußen in den realen Zuschauerzahlen hinnehmen müssen.”

Mein Einwand: Wacken Open Air vom 31.07. – 02.08.2008 war schon am März 08 mit über 75.000 Tickets komplett ausverkauft. Rock am Ring und Rock im Park auch jetzt schon mit 160.000 Tickets ausverkauft. Wacken Tickets kosten aktuell 170/180 € auf ebay.

Mega-Events und Festival-Sponsoring war auch ein Thema im Parallelforum Festivals und Rock / Pop locken auf dem Kultursponsoringgipfel 2008 der ESB mit Vorträgen und Diskussionsrunden von den großen Agenturen des Festival-Sponsoring und Vermarktern von Festivals

Wobei man von drei erfolgreichen Megafestivals natürlich nicht auf die Situation der gesamten Branche schließen kann. Es gibt auch genügend Beispiele von rückläufigen Besucherzahlen. Insofern wird die Aussage von ENDALIVE also doch bestätigt.

Übrigens:

ERFOLGSFAKTOREN FÜR EVENTS – so nennt sich die von den Autoren Wolfgang Töchterle und Werner Höppe verfasste Diplomarbeit im Rahmen welcher all jene Erfolgsfaktoren eruiert und analysiert wurden, welche einen nachweisbaren Einfluss auf den Erfolg bzw. auf den Misserfolg von Events haben können.

Reinlesen lohnt. Und zum Schlus ein Zitat, welches mir sehr gut gefällt:

Eines ist zumindest jetzt schon klar: das Schlachtfeld im Krieg um die besten Sponsoren wird das WWW sein!

Karsten Schäfer

 

Dr. Wolfgang Töchterle ist übrigens extrem cool! Er ist jung, hat was in der platte und spielt excelent guitarre in ner derben rockband. ihr sollten seinen blog wirklich mal besuchen und lesen.

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Open Air – Festivalsponsoring durch Rüttelplatten-Battle

April 10th, 2008 von R.K.S

Zurück zur Frage, welche Möglichkeiten zum Festival Sponsoring für Euch als regionales Open Air oder Newcomer-Festival in Frage kommen könnten.

Bei der Suche nach Sponsoren sollte ähnlich vorgegangen werden, wie z.B. beim Verfassen eines Businessplans. Stellt Euch einfach ein paar grundlegende Fragen bezüglich Zielgruppen, Zielkunden, Problemlösungen… und schaut, WAS Ihr WEM bieten könnt, WEN WAS interessiert und wie Ihr das alles verknüpfen könnt.

Wer ist Euer Publikum, welche Interessen hat Euer Publikum, wie alt ist Euer Publikum, welche Bedürfnisse hat Euer Publikum, wo kommt Euer Publikum her? Wer könnte zu Eurem Publikum passen? Welches Image hat Euer Festival? Welche Bands aus welchen Musikgenres treten auf?

Aber was hat das eigentlich mit nem ”Rüttelplatten-Battle” zu tun?

Da komm ich später drauf.

Zuerst stellt Euch die Frage, womit könnt Ihr Aufmerksamkeit für mögliche Sponsoren und für das Festival selber erreichen? Aufmerksamkeit, die sowohl für Sponsoren des Open Air als auch für Euch als Veranstalter des Festival auf jeden Fall für ein positives Image sorgen muss!

Als Festivalveranstalter könntet Ihr z.B. einen Rüttelplatten-Battle planen. (Auf den Rüttelplatten-Battle leg ich jetzt mal nen Copyright des sponsoring-blog mit freier Verfügung für Gott und die Welt drauf und bitte bei erfolgreicher Umsetzung um eine Rückmeldung als Kommentar genau HIER)

Der Rüttelplatten-Battle muss auf jeden Fall Open-Air stattfinden, läuft also nur auf Festivals. Jeder der auftretenden Bands spielt einen ausgewählten Song während des Gigs gegen eine Rüttelplatte vor der Bühne an. Das Publikum entscheidet dann durch Lautstärke, ob die jeweilige Band den Battle gegen die Rüttelplatte gewonnen hat.

Band oder Rüttelplatte. Es kann nur einen geben!

Ich denke, dafür lässt sich sicher ein -musikbegeisterter- Rüttelplattenbesitzer als Festival Sponsor gewinnen. Schaut einfach mal in Eurem Ort rum, wen Ihr dort so als Bauunternehmer oder dort angestellten Mitarbeiter kennt. Oder wen Ihr kennt, der einen kennt, um mal das Xing-Prinzip kurz auf den Punkt zu bringen.

Ganz wichtig beim Rüttelplatten-Battle ist allerdings auch, dass der Battle schon vorher medienwirksam promoted wird. Sucht Euch also ebenfalls nen coolen Journalisten bei der örtlichen Zeitung, den ihr vorab per Interview informiert. Der Battle gehört auf jeden Fall als Vorankündigung in die Presse! Euer Journalist bekommt natürlich nen Presse-Pass für das Festival, Catering, Bier, alle halbe Stunde mal nen Smalltalk mit dem Veranstalter und nach den Gigs nen Kurzinterview mit den Bands zum Rüttelplatten-Battle.

Und vielleicht habt Ihr ja noch nen Groupie übrig. Dafür bekommt Ihr garantiert auch wieder nen Bericht über die jeweiligen Sieger des Rüttelplatten-Battle. Und der Rüttelplattenbesitzer freut sich sicher auch, auch wenn er gegen gute Newcomer-Bands gar nicht gewinnen kann! Aber vergesst dazu auf keinen Fall Euren Fotografen einzuladen.

Das Festival Sponsoring könnte funktionieren. Vielleicht sollte man den Rüttelplatten-Battle gleich bundesweit auf Newcomer-Festivals aufziehen! Aber dazu bedarf es mehr, als nur EINEN Rüttelplattenbesitzer. Dafür solltet Ihr Euch auf jeden Fall weitere Sponsoren wie Jack Daniel und ne bundesweite Abrissfirma ins Boot bzw. auf die Bühne holen…

Dabei fällt mir gerade die Aktion mit der Abrissbirne ein… Aber das ist eine andere Sponsoring-Idee…

Viel Erfolg,

Karsten Schäfer

 

Wenn Euch der sponsoring-blog bisher die ein oder andere Anregung gegracht hat, könnt Ihr gerne zum Kreis der dritten Gruppe der Sponsoren des sponsoring-blog.de gehören!

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Zielgruppendefinition

Februar 13th, 2008 von R.K.S

Bevor wir uns an die Akquise von potentiellen Sponsoren begeben, sollten wir zuerst unsere Hausaufgaben erledigen. Das bedeutet unter anderem: Zielgruppendefinition.

Welche Zielgruppe können wir einem möglichen Sponsoren bieten? Stellt Euch vor, Ihr organisiert eine Veranstaltung. Wer sind da Eure typischen Besucher? Wie alt werden die typischen Besucher sein? Welche Interessen haben die Besucher?

Hm. Sind das wirklich DIE Fragen, die uns in der Sponsorensuche weiterbringen? Unter anderem bestimmt ja, aber wäre es nicht mal interessant, die Frage von hinten anzugehen?

Vergessen wir mal für drei Minuten die allgemein übliche Zielgruppendefinition und nehmen eine andere Sichtweise ein. Analysiert Euer Projekt, definiert die Probleme Eurer Zielgruppe und baut dann darauf Eure Sponsorensuche auf.

Stellt Euch vor, Ihr organisiert ein Open Air. Brainstorming:

Woran denkt Ihr, wenn Ihr an “Open Air” denken? Was fällt Euch dazu ein? z.B. Sommer, Sonne, Hitze, Sonnenbrand, Regenschauern, Schlamm, Alkohol, Schwitzen, kein Schatten, laute Musik, Chaos, viele Menschen, ausgelassene Stimmung, Party, Zelten, Schlafsäcke, zertrampeltes Grass, Müll, nackte Haut, lange Haare, feiernde Menschen, Gitarren… (bitte selber weiter-denken…)

Und jetzt stellet Euch die Frage, welche Probleme haben die Besucher des Open Air?

Kopfschmerzen, Sonnenbrand, unkontrollierter Sex, nasse Klamotten, Ohrensausen, lange Warteschlangen…

Macht es als Sponsorensucher also Sinn, die örtliche Brauerei mit einer weiteren Sponsoring-Anfrage zu nerven oder sollten andere Wege eingeschlagen werden? Woran denkt ein Festival-Besucher nach dem Festival? “Wow, Bier XY hat gut geschmeckt!” Oder eher: “Bäh, nie wieder Alkohol!” Oder denkt er: “Ich muss mir ein Auto der Marke XY kaufen”? Welche Art von Sponsoring könnte hier in Frage kommen?

Welchen Vorteil hätte das Pubklikum des Open-Air, wenn es direkt am Eingang zusätzlich zum Eintritts-Armband eine Probetube Sonnencreme, 2 Kondome und nen Kopfschmerzmittel (oder ne per Knopfdruck sich selbst öffnende Fischdose) erhalten würde? Wäre das eine Problemlösung für das Publikum? Könnte man so etwas einem potentiellen Sponsor “verkaufen”? Könnt Ihr Euch vorstellen, dass das Publikum die gesponserten Artikel bei erfolgreichem Nutzen auch nach dem Open Air weiterhin nutzen wird?

Seid Kreativ!

Apropos Kreativität! Wer hat eine Antwort darauf, wie das Tabakwerbeverbot umgangen werden könnte?

Fragen über Fragen, aber ich muss jetzt weg…

Was ist Eure Meinung?

Womit hattet Ihr Erfolge?

Karsten Schäfer

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Wacken Open Air

Februar 10th, 2008 von R.K.S

Ein echtes Schnäppchen für potentielle Sponsoren gibt es noch zum Wacken Open Air 2008 abzugreifen.

Das Wacken Open Air ist das einzig wahre Metal-Open-Air mit ca. 70.000 Besuchern an drei Tagen. 12 Spots á 30 Sekunden auf einer 30 m² Videowand verteilt über drei Tage sind für schlappe 8.500 Euro zzgl. MwSt. zu haben.

Das wär doch mal was anderes für Eure nächste Liebeserklärung! Rosen kann jeder!

R.K.S

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